Aktuelles 05.05.2022

Freibad mit großem Energiesparpotential

Beim BMU-Treff am vergangenen Montag, den 02. Mai 2022 waren die Debatten über kommunale Belange wieder einmal kaum von den großen politischen Linien zu trennen. Die schrecklichen Ereignisse und der Krieg in der Ukraine wirken sich auf die Besigheimerinnen und Besigheimer nicht nur durch leere Öl-Regale aus. Um dem russischen Diktator Putin den Geldhahn abzudrehen, ist ein gemeinschaftliches und konsequentes Einsparen von Energie notwendig.

Besigheimer Kirchstraße an einem gewöhnlichen Wochentag
© Daniel Christen

Aus diesem Grund wird in unserer Stadt nun laut über eine Senkung der Wassertemperatur im Freibad nachgedacht. Diese sehr einfach umsetzbare Maßnahme, kann großes bewirken. Die Senkung der Wassertemperatur um ein Grad führt nach Recherchen des BMU bereits zu einer Energieersparnis von über 20 Prozent. Momentan wird das Wasser mittels eines gasbetriebenen Blockheizkraftwerks auf 24 bis 25 Grad beheizt. Dabei ist das halbjährig geschlossene Freibad der zweitgrößte städtische Energieverbraucher. Etwas weniger geheiztes Wasser ist gut zu verkraften. "Wir sind uns einig, dass es das Freibad als Ort des Zusammenseins und Ausgleichs braucht. Eine Schließung sollte unbedingt vermieden werden, da das Freibad vor allem für Kinder und Jugendliche ein wichtiger Ort für Begegnung und zum Schwimmen lernen ist", so Lena Ebert. Um dennoch den Gasverbrauch zu senken, wird sich die BMU-Gemeinderatsfraktion dafür einsetzen, zeitnah einen Beschluss zur Senkung der Wassertemperatur im Freibad zu erzielen.

Mittlerweile ist auch bekannt, dass Verminderungen der Fahrtgeschwindigkeiten zu Energieeinsparungen führen. Bei der BMU-Forderung nach einer temporären Tempo 30-Einführung auf der L1113 Höhe der Fußgängerampel am Bolzplatz "Linnbrünnele" steht jedoch die Verkehrssicherheit im Fokus. Wenn in wenigen Monaten das Modulgebäude als Interimsunterbringung für die Gemeinschafsschule am Schulhof vor der Neckarhalle errichtet wird, werden täglich hunderte Schulkinder die Straße an dieser stelle überqueren.

Nach einem zwischenzeitlichen Beschluss des Gemeinderats wird die Stadtverwaltung einen entsprechenden Antrag beim Landratsamt stellen, welches auf Landesstraßen die Verkehrsregeln bestimmt. Langfristig möchte das BMU auch über eine generelle Absenkung der innerörtlichen Geschwindigkeit auf Tempo 30 diskutieren, wie sie etwa in Löchgau oder Kirchheim zum Schutz der Anwohner schon eingeführt ist.

Bei der Schaffung neuer KiTa-Plätze positioniert sich das BMU für eine dauerhafte Lösung. Zur Diskussion steht die Einrichtung einer Übergangslösung auf dem Parkplatz des Freibads. Dieser Standort führt allerdings dazu geführt, dass einige alte Bäume gefällt werden müssen. "Für den nachhaltigen Ansatz halten wir die dauerhafte Aufstockung der zentral gelegenen KiTa in der Friedrich-Kollmar-Straße", führt Stadtrat Hansjörg Kollar aus. Man erhofft sich, so die Wege kurz zu halten und die Kapazität langfristig ausbauen zu können, um Eltern in ihrem Alltag bestmöglich zu unterstützen. Um kurzfristig Kapazitäten schaffen zu können, kann auf einen zeitlich begrenzt genutzten Container-Bau möglicherweise nicht verzichtet werden.

Abschließend möchte das BMU alle Bürgerinnen und Bürger auf das sogenannte "9-Euro-Monatsticket" hinweisen, welches aufgrund eines Bundestagsbeschlusses von Juni bis August erworben werden kann. Insbesondere für den Stadtverkehr sieht man hier eine große Chance, da der Linienbusverkehr so kostengünstig von allen genutzt werden kann.

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