Aktuelles 20.05.2019

Letzte Vorbereitungen vor der Kommunalwahl

Unter den Vorzeichen der kommenden Kommunalwahl stand das jüngste Treffen des Bündnis Mensch und Umwelt (BMU). Da mussten sogar die Berichte aus der Arbeit des Gemeinderates hintenan stehen. Die Wahlprospekte sind gedruckt und werden Anfang Mai zur Verteilung an alle Haushalte kommen, darüber herrschte Konsens. Kontrovers diskutiert wurde allerdings der Sinn des Aufstellens von Wahlplakaten.

Stand auf dem Ostermarkt
© BMU Besigheim

An einem Wettbewerb „Wer hat die schönsten, die größten und die meisten Wahlplakate?“ wolle man sich nicht beteiligen, war die übereinstimmende Feststellung der Anwesenden. Aber es sei wohl zu riskant, hierauf völlig zu verzichten, da sonst eventuell der Eindruck entstehen könne, dass es an der Motivation, Präsenz zu zeigen, mangele.

Aber welche Botschaft soll über die Plakate vermittelt werden? Hierzu gaben die anwesenden Stadträte Miriam Staudacher, Helmut Fischer und Hansjörg Kollar zu bedenken, dass die Probleme, mit denen der Gemeinderat regelmäßig konfrontiert sei, generell zu komplex seien, als dass man deren Lösungen schlagwortartig auf einem Wahlplakat unterbringen könne. Eingedenk dessen, dass eine Vielzahl von Parteien sowohl für die Kommunal-, Regional- wie auch Europawahl die Besigheimer Straßenzüge „bereichern“ werde, wird das BMU unter der Koordination von Thomas Pulli diesbezüglich nun eher zurückhaltend in Erscheinung treten.

Lena Ebert und Daniel Christen nahmen die Herausforderung an, prägnante Slogans zu kreieren und grafisch gefällig zu gestalten. Nach der großen Resonanz, die der BMU-Infostand beim Ostermarkt erfahren habe, werde man sich bis zum Wahltag an den Samstagen weiterhin präsentieren und der Wählerschaft Gelegenheit geben, die Kandidatinnen und Kandidaten des BMU kennenzulernen und mit ihnen zu diskutieren. Zunächst am 27. April auf dem Dorfplatz in Ottmarsheim und in der Folge dann auch in Besigheim auf dem Markt- und Europaplatz. Auch eine Bahnhofsaktion soll es wieder geben, wo das BMU für die Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs Werbung machen werde.

Auf Anregung von Dr. Herbert Tröster wolle man sich hierbei auch bei den Bahnreisenden für deren umweltbewusstes Verhalten bedanken, insbesondere vor dem Hintergrund, dass diese trotz der mangelnden Verlässlichkeit diesem Verkehrsmittel treu geblieben sind. Man sehe sich aufgefordert, alles dafür zu tun, um einen reibungslosen und zuverlässigen Bahn- und Busverkehr mit einer noch besseren Anbindung an den Wohnort bei günstigeren Preisen zu erreichen.

Abschließend sprachen die Stadträte noch kurz den Vorentwurf zum Flächennutzungsplan für die Jahre 2020 bis 2035 an. Da dieses Thema erwartungsgemäß auf großes Interesse stieß, wird man es bei einem der nächsten Treffen aufgreifen und ausführlich diskutieren.

Aufgerissene Wahlbenachrichtigung

Sodann erläuterte Daniel Christen die von ihm initiierte Veranstaltung „JU:FO-Treffpunkt“ und betonte, dass dies ein überparteiliches Projekt sei, mit dem er dazu beitragen wolle, dass möglichst viele Wahlberechtigte der jüngsten Wählergeneration auch von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Bereits seit dem Jahre 2017 wolle er sowohl deren Interesse an der Kommunalpolitik wecken, wie auch deren Einbindung verbessern.

Koordinator Thomas Pulli und Helmut Fischer dankten der Vielzahl von engagierten BMU-Aktiven für den kreativen Einsatz bei der Vermittlung der Ziele des BMU und der in der Öffentlichkeit gezeigten Präsenz. Der sich hierbei entwickelnde Teamgeist werde über den Wahltag hinaus wirken und dafür sorgen, dass das BMU weiterhin eine feste Größe in der kommunalpolitischen Landschaft Besigheims bleibe.

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