Aktuelles22.05.2026

Ideen gegen den Verkehrskollaps

Mittlerweile kann man beinahe die Uhr danach stellen: Wenn die Besigheimer in großer Zahl von der Arbeit heimfahren, bricht der Verkehr in weiten Teilen der Stadt zusammen. Unsere Straßen leiden an Verstopfung. Was dagegen getan werden kann, diskutierte das BMU bei seinem jüngsten Treffen.

Aktuell sind die Stadträtinnen und Stadträte dazu aufgerufen, Ideen und Anliegen zu sammeln, um die Situation auf Straßen und Wegen zu verbessern. Das BMU nutzte diesen Aufruf, um die Frage an die Bürger weiterzugeben. Am vergangenen Donnerstag (21. Mai) kamen dazu etwa 20 Besigheimerinnen und Ottmarsheimer zusammen, um über einen großen Stadtplan gebeugt zu diskutieren, wo und warum es hakt.

Einige der genannten Punkte möchten wir im Folgenden nennen. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um Ideen aus unserer Diskussionsveranstaltung und nicht um beschlossene Sachen handelt:

DieOttmarsheimer Ortsdurchfahrt (Ilsfelder Str.) gilt unter Anwohnern als insgeheime Rennpiste. Hier sind Maßnahmen gefragt, welche die Autofahrer zu einer Reduzierung der Geschwindigkeit anhalten. Außerdem sollen Fußwege so beschildert und ausgebaut werden, dass auch Kinder einen sicheren und sichtbaren Weg finden.

Große Sorgen bereitet allen Bürgern aktuell die Zukunft der Neckarbrücke. Sollte die zentrale Lebensader aufgrund ihres Alters tatsächlich gesperrt werden müssen, fordert das von allen viel Durchhaltevermögen. Die Planungen laufen zwar schon auf Hochtouren, sind jedoch sehr komplex. Eine Idee der Teilnehmenden: Anstatt eine millionenteure Radbrücke bauen, die nach Fertigstellung der neuen Brücke wieder abgerissen wird, könnte auch ein Bootsverkehr den Neusatz mit der Kernstadt verbinden. Damit würde man sich die Planung der Interimsbrücke und zugleich Zeit sparen.

Wer mit dem Fahrrad nach Ingersheim fährt, muss heute über groben Schotter fahren und wird von der Beschilderung kreuz und quer über die Feldwege geschickt. Gewünscht ist ein fester Bodenbelag, der auch nach Regentagen sicher befahrbar ist.

Innerhalb Besigheims bereiten die Kreuzungssituationenentlang der Riedstraße große Probleme. Da immer noch viele Auswertige die Hauptstraße als Abkürzung nutzen, staut es sich oftmals durch die ganze Innenstadt. Der Verkehr kann am Europaplatz nicht abfließen, wenn auf der Riedstraße bereits nichts mehr geht. Ein- und Ausparkende an den Parkbuchten vor der Rossmann-Filiale sorgen zusätzlich für Chaos. Lösen lässt sich dieses Problem wohl nur, wenn der Stau von der Riedstraße vor die Stadttore verlegt wird. Das Prinzip einer Pförtner-Ampel soll dazu führen, dass innerhalb der Ortschaft der Verkehr fließt, indem die Autos schwungweise in den Ort einfahren dürfen.

Insgesamt muss aus einer ökologischen wie rationalen Sichtweise jedoch eines anerkannt werden: Unsere Straßen sind einfach zu voll. Wenn es nicht gelingt, die Bahn und das Rad als Verkehrsmittel so attraktiv zu machen, dass mehr Strecken ohne Auto zurückgelegt werden, dann müssen wir uns wohl oder übel an den Dauerstau gewöhnen.

Die konkreten Ideen zur Lösung der Verkehrsproblematik wird unsere Gemeinderatsfraktion in die Arbeit des Gremiums einfließen lassen.

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