Spannende Themen vor der Winterpause

Sitzung zum Jahresabschluss sieht Potentiale und Erfolge

Zum Beginn der Adventszeit entschied sich das Besigheimer Bündnis Mensch und Umwelt (BMU) wieder vollständig auf die digitale Arbeitsweise zu wechseln. So traf man sich am vergangenen Donnerstag, den 09. Dezember zum BMU-Treff per Videokonferenz. In der letzten Sitzung des Jahres gaben die Stadträte des BMU einen ausführlichen Bericht zu den aktuell diskutierten Themen ab. Dabei wurde Wert auf die Bedeutung und die Interessen ganz verschiedener Gesellschaftsteile gelegt.

Reichlich Diskussionsbedarf entstand dabei aus den verkehrsplanerischen Überprüfungen im Rahmen der Sanierung der Gemeinschaftsschule. Das BMU begrüßt, dass der Verkehr künftig nicht mehr über den Schulhof geführt werden wird. Allerdings hatte man sich erhofft, dass im Zuge der Umstrukturierung weitreichendere Überlegungen getätigt werden. Anstatt dessen bleiben Fahrtrichtung und Geschwindigkeit gleich. So hatte die Basis des BMU bereits vor einigen Monaten ein Papier vorgelegt, welches den Stadträten weitere Impulse eröffnete. Es wurde etwa vorgeschlagen, einen Teil der Parkplätze in der Turmstraße als Spielfläche umzuwandeln und eine starke Reduzierung des Verkehrs auf der Bügelestorstraße zu erzielen.

„Dass nach der Entscheidung der Verkehrsbehörde der Status quo fast unverändert erhalten bleibt und sich die Sicherheit des Schulwegs und die Belastung der Bewohner*innen der Bügelestorstraße sowie der Turmstraße nicht verbessert, ist zu bedauern.“

Marvin Palatini, BMU-Koordinator

Hingegen berichtet der BMU-Fraktionsvorsitzende Helmut Fischer von den Bestrebungen von Stadtverwaltung und Gemeinderat, frei werdende Grundstücke im Gewann Schimmelfeld auch unter Anwendung des Vorkaufsrechts in städtisches Eigentum zu bringen. Der Flächennutzungsplan sieht im Bereich östlich der Aussiedlerhöfe Wohnbebauung vor. „Wenn wir dieses Vorhaben ökologisch vernünftig und ganzheitlich stemmen wollen, ist es unabdingbar, dass der Gemeinderat den Bauträgern klare Vorgaben machen kann“, erläutert Fischer. Dazu ist es notwendig, dass die Flächen vor Festschreibung des detaillierten Bebauungsplans in Eigentum der Stadt sind.  

Mit Bedauern vernahm man die Berichte über Vandalismus im Bereich des neu geschaffenen EnzParks. Man möchte jedoch verhindern, dass junge Menschen unter Generalverdacht gestellt werden. Die Schaffung eines Treffpunkts für Jugendliche unter der B27-Enzbrücke wird die Zusammenkünfte jedoch höchstens verlagern, falls dieser überhaupt angenommen wird.

„Es stellt sich doch die Frage, welche Möglichkeit die Jugendlichen in den Abendstunden überhaupt haben. Und da sehe ich uns in der Pflicht, Konflikten durch Sozialarbeit vorzubeugen und Angebote zu schaffen, die eine echte Alternative bieten.“

Ruth Braun

Dabei lobt sie ausdrücklich die Arbeit der Sozialarbeiter an den Schulen, welche ein vielfältiges Angebot auf die Beine stellen. Im kommenden Jahr möchte sich das BMU intensiv der Jugendpolitik widmen, Gespräche mit der Jugendarbeit führen und Vorschläge entwickeln.

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