Unterstützung der Quartiersarbeit

Die sommerliche Witterung machte es möglich, dass sich die Mitglieder des Bündnis Mensch und Umwelt (BMU) bei Einhaltung der Covid-19-Hygienebedingungen wieder persönlich zum monatlichen Informationsaustausch treffen konnten. Dies unter freiem Himmel im Hof des Hotel am Markt.

Zu Gast war die Quartiersmanagerin Anika Haas, die über ihre Arbeit berichtete. Zu ihren Aufgaben gehöre es, Strukturen so zu verändern, dass die Menschen länger in häuslicher Gemeinschaft und angestammter Umgebung bleiben können. Hierzu generiere sie Angebote, die die Gemeinschaft und damit die gegenseitige Unterstützung fördern. Die Ausschöpfung lokaler Ressourcen sei ein wichtiger Ansatz, wozu es ihr zunehmend gelinge, Netzwerke zu schaffen und Initiativen, die bereits vor Ort aktiv seien, einzubinden. Diese seien unter dem Begriff „Lokale Allianz“ in verschiedener Weise tätig. Auch die „Drehscheibe“ gehöre dazu, die sich mit einem niederschwelligen Beratungsangebot insbesondere Menschen zuwende, die – nicht nur altersbedingt – Hilfen aufgrund gesundheitlicher und sozialer Probleme nötig hätten. Erfreulich sei in Besigheim die Bereitschaft, Mitbürgern, die in Not sind, zu helfen, wie auch die Corona-Krise gezeigt habe. Nachbarschaftshilfe im weitesten Sinne zu fördern, sei eines ihrer wichtigsten Ziele, betonte Haas. Zur Frage, wie sich die zukünftigen Schwerpunkte entwickeln könnten, erhoffe sie sich Aufschlüsse aus dem Ergebnis der unlängst erfolgten Haushaltsbefragung, die einen erfreulichen Rücklauf erfahren habe. Die professionelle Auswertung dauere noch an und man hoffe, diese alsbald präsentieren zu können.

Anika Haas wünscht sich verstärkt in kommunale quartiersbezogene Prozesse einbezogen zu werden und bat hierzu auch um Unterstützung der BMU-Stadträte.  

Nach den anschließenden Berichten aus der Arbeit des Gemeinderats nahm die Diskussion über das Für und Wider der Umsetzung des PParkierungskonzeptes viel Zeit in Anspruch und es kam teilweise zu erregten Wortbeiträgen. Fraktionsvorsitzender Helmut Fischer betonte, dass die BMU-Fraktion diese Form der Parkraumbewirtschaftung nicht gewollt und bei der äußerst knappen Entscheidung am 19. November auch dagegen gestimmt habe. Man habe nach der Eröffnung des Parkhauses – so wie auch von der Stadtverwaltung vorgeschlagen – ein Jahr abwarten wollen, wie sich die Situation entwickle. Das was man jetzt betreibe, sei Schadensbegrenzung in Form von Nachbesserungen, die die nun erkennbaren Probleme beseitigen oder zumindest abmildern können. Gar kein Verständnis hatten die Teilnehmer für die Einführung zweier Zonen, die den Innenstadtbewohnern ihre jeweiligen Parkbereiche zwingend vorschreiben. Auch zur Höhe der Gebühr für Anwohnerparkausweise gab es kontroverse Meinungen. Die anwesenden Stadträte notierten sich die Anregungen und versprachen diese in die weiteren Überlegungen einzubringen.

Abschließend berichtete Daniel Christen über Fortschritte des Arbeitskreises „Klima“ im Hinblick auf die Gründung eines Klimabündnisses für Besigheim und ging herbei auch auf städtebauliche Überlegungen ein.

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