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Besigheim, 06. Juli 2019

BMU auf Exkursion im Hohrainhof

Das Besigheimer Bündnis Mensch und Umwelt (BMU) hat unter der Koordination von Alois Windisch die Staatsdomäne Hohrainhof bei Talheim im Landkreis Heilbronn besucht. Diese ist eine landwirtschaftliche Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Heilbronn und befindet sich in einem historischen Hofgut, das seit 1937 durch die Justiz genutzt wird. Eberhard Frank begrüßte die 24 BMUler/innen und führte die Besigheimer durch das Hofgut, das rein äußerlich nicht an eine Justizvollzuganstalt erinnert, sondern wie ein gewöhnlicher landwirtschaftlicher Hof aussieht. Hier wird auf einer Fläche von ca. 100 ha mit bis zu 25 Gefangenen Landwirtschaft und Weinbau betrieben. Zum Weinbaubetrieb gehören neben den 11 ha Rebflächen auch eine eigene Kelterei, in der unterschiedliche Flaschenweine produziert werden. Der Hohrainhof ist Deutschlands einzige Justizvollzugsanstalt mit eigenem Weingut. Der Schwerpunkt der Landwirtschaft liegt in der Milchviehhaltung mit derzeit 40 Kühen und Limpurger Rindern, der ältesten noch existierenden Württembergischen Rinderrasse.

Das Ziel dieser Justizeinrichtung besteht darin Gefangene im offenen Vollzug wieder an geregelte Tagesabläufe heranzuführen, damit sie nach ihrer Entlassung besser Fuß in unserer Gesellschaft fassen können. Auch ist es wichtig, dass die Häftlinge hier lernen wieder Verantwortung zu übernehmen, z.B. bei der permanenten Pflege und Fütterung der Rinder.

Bei einem deftigen Vesper und einer Weinprobe der verschiedenen Hohrainhofer Spezialitäten in der aus dem 18. Jahrhundert stammenden Kapelle klang der Besuch aus.

Die BMUler/innen auf dem Hohrainhof

06072019/TP